Kaufunktionsdiagnostik

 

 

Erwachsene Patienten, die uns wegen Funktionsstörungen des Kauorgans aufsuchen, die auch als Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) bezeichnet werden, leiden häufig unter Schmerzen im Kiefergelenkbereich bzw. der Kaumuskeln oder unter Knackgeräuschen der Kiefergelenke. Hier bedarf es spezieller Untersuchungen, wie der manuellen Funktions(Struktur-) analyse (Bild 1). Dabei werden die Kiefergelenke und Muskeln über spezielle Abtasttechniken und Bewegungsabläufe auf ihre (korrekte) Wirkungsweise untersucht. Evtl. versteckte Störungen und Fehlfunktionen werden so aufgedeckt. Ziel ist mit den für den Patienten praktisch kaum belastenden manuellen Techniken des Kieferorthopäden herauszufinden, ob überhaupt und welche Strukturen des Kauorgans die Beschwerden hervorrufen und ob sie durch kieferorthopädische Maßnahmen zu lindern sind.

Zusätzliche Informationen liefert die instrumentelle Funktionsanalyse . Hierbei wird mittels Gesichtsbogen die Lage des Oberkiefers zur Schädelbasis und zu den Kiefergelenken festgelegt. Anschließend werden die Kiefermodelle entsprechend in einen Gelenksimulator (Artikulator Bild 2) eingebaut, der die Kau- und Gleitbewegungen der Kiefer nachahmt. So können Früh/Fehlkontakte der Zähne und ggf. daraus resultierende Fehlbelastungen der Kiefergelenke ermittelt werden, welche bei der einfachen klinischen Untersuchung nicht immer auffallen.

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Bild 1


Bild 2